Mascarponecreme, Löffelbiskuits und Kakao gehören zu den vertrauten Zutaten eines Tiramisus. Für eine überraschende Variante kommt dunkles Bier in die Tränke: Seine Malz- und Röstaromen treffen auf Espresso, Schokolade und die süße Creme. Das Dessert wird nicht gebacken, lässt sich gut vorbereiten und sollte mindestens vier Stunden im Kühlschrank durchziehen.
Bier-Tiramisu auf einen Blick
- Portionen: 6
- Vorbereitungszeit: etwa 25 Minuten
- Kühlzeit: mindestens 4 Stunden
- Schwierigkeit: einfach
Zutaten
- 250 g Mascarpone
- 250 g Speisequark mit 20 % Fett
- 200 ml kalte Schlagsahne
- 70 g Puderzucker
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 150 ml dunkles Bier, zum Beispiel Stout oder Dunkelbier
- 100 ml frisch gebrühter Espresso, abgekühlt
- 200 g Löffelbiskuits
- 2 EL ungesüßtes Kakaopulver
- 30 g Zartbitterschokolade, geraspelt
Zubereitung
- Bier und Espresso mischen: Den Espresso vollständig abkühlen lassen. Mit dem dunklen Bier vorsichtig verrühren.
- Creme anrühren: Mascarpone, Quark, Puderzucker und Vanillezucker glatt rühren. Die kalte Sahne separat steif schlagen und vorsichtig unter die Mascarponemischung heben.
- Löffelbiskuits tränken: Die Biskuits einzeln kurz in die Bier-Espresso-Mischung tauchen. Nicht lange einweichen, damit sie ihre Form behalten.
- Schichten: Eine Lage getränkter Löffelbiskuits in eine Auflaufform oder auf sechs Dessertgläser verteilen. Eine Schicht Creme daraufgeben. Den Vorgang wiederholen und mit Creme abschließen.
- Kühlen und garnieren: Das Tiramisu abdecken und mindestens vier Stunden kalt stellen. Vor dem Servieren mit Kakao bestäuben und mit geraspelter Zartbitterschokolade garnieren.
Welches Bier passt am besten?
Die Biersorte prägt den Geschmack der Tränke. Stout bringt oft Kaffee-, Kakao- und Röstaromen mit; Porter wird mit Schokolade, Malz und Karamell verbunden. Ein mildes, malzbetontes Dunkelbier ist eine zurückhaltendere Wahl. Für das erste Bier-Tiramisu eignen sich laut Rezeptidee ein mildes Stout oder ein dunkles Bier, das nicht zu bitter schmeckt.
Deutlich hopfenbittere Sorten können mit der Süße der Creme konkurrieren. Wer den Biergeschmack zunächst dezenter halten möchte, kann 100 ml Bier verwenden und den Espressoanteil entsprechend erhöhen.
Warum dunkles Bier zu Kakao und Creme passt
Je nach Malz und Röstung kann dunkles Bier Aromen mitbringen, die an Kaffee, Karamell oder dunkle Schokolade erinnern. Sie ergänzen die herben Noten des Espressos und des Kakaos, während Mascarpone und Sahne für eine süße, cremige Grundlage sorgen. Das Zusammenspiel macht das Dessert aromatischer als eine Variante, die allein auf Süße setzt.
Drei Varianten zum Ausprobieren
Mit Sauerkirschen
Einige abgetropfte Sauerkirschen zwischen die Cremeschichten geben. Dunkles Bier, Kirschen und Schokolade ergeben eine fruchtig-schokoladige Abwandlung.
Mit Karamell
Ein mildes Dunkelbier verwenden und etwas Karamellsauce zwischen den Schichten verteilen. So bleibt die Biernote weich und malzbetont.
Mit mehr Schokolade
Zwei Esslöffel gesiebtes Kakaopulver in die Mascarponecreme rühren und zusätzlich dunkle Schokoladenstückchen zwischen die Schichten streuen.
Aufbewahrung und alkoholfreie Variante
Das Dessert enthält Mascarpone, Quark und Sahne und sollte durchgehend gekühlt aufbewahrt sowie möglichst innerhalb von ein bis zwei Tagen gegessen werden. Das Kakaopulver am besten erst kurz vor dem Servieren auftragen. So bleibt die Oberfläche ansprechender.
Für eine Variante ohne alkoholhaltiges Bier lässt sich ein Malzgetränk verwenden, das ausdrücklich mit 0,0 % Alkohol gekennzeichnet ist. Da solche Getränke deutlich süßer sein können, empfiehlt sich, die Zuckermenge in der Creme auf etwa 40 bis 50 g zu reduzieren. Das Rezept wird nicht erhitzt; wer Alkohol vermeiden möchte, sollte deshalb die Kennzeichnung des verwendeten Getränks beachten.
Vorbereiten lohnt sich
Das Bier-Tiramisu lässt sich am Vortag zubereiten und über Nacht kalt stellen. Die Biskuits nehmen dabei die Aromen der Tränke auf, und die Creme kann sich setzen. Für einzelne Portionen lässt sich das Dessert direkt in Gläser schichten; eine Auflaufform funktioniert ebenso. So kommt der italienische Klassiker mit einer neuen, malzigen Note auf den Tisch – auch als unkompliziert vorbereitetes Dessert für Gäste in Köln.