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Ausflugsziele, Touren

Sechs besondere Ausflugsziele in Köln, Düsseldorf und Bonn

Vom Kölner Felsengarten bis zur Bonner Doppelkirche: sechs Ausflugsziele mit Geschichte, Gartenkunst und praktischen Hinweisen zur Besichtigung.

Kölle-Bewegt · 2026-11-02
Rhein
Der Rhein · Rhein Bewegt / Canva

Wer in Köln lebt oder die Stadt besucht, muss für neue Eindrücke nicht immer weit reisen. Neben den bekannten Sehenswürdigkeiten gibt es im Rheinland Gärten, Festungsanlagen und Kirchen, die eine andere Seite der Städte zeigen. Sechs Ziele in Köln, Düsseldorf und Bonn verbinden Geschichte mit Natur und Architektur. Wichtig für die Planung: Nicht alle Anlagen sind jederzeit frei zugänglich.

Köln: stille Gärten und Festungsgeschichte

1. Felsengarten am Fort VI: eine grüne Schlucht in Lindenthal

Unweit des Decksteiner Weihers liegt im Stadtteil Lindenthal ein ungewöhnlicher Landschaftsgarten. Hohe Bäume, künstlich angelegte Felsformationen und verschlungene Wege geben dem Gelände einen ganz anderen Charakter als den belebten Straßen der Großstadt.

Der Garten entstand im Zusammenhang mit der Umgestaltung der ehemaligen preußischen Festungsanlage Fort VI. Nachdem Teile der Anlage zurückgebaut worden waren, gestaltete Gartendirektor Fritz Encke das Gelände in den 1920er-Jahren landschaftlich. Einzelne bauliche Spuren erinnern noch an die militärische Vergangenheit.

Der Felsengarten eignet sich für einen ruhigen Spaziergang und lässt sich mit einer Runde um den Decksteiner Weiher verbinden. Er liegt in Köln-Lindenthal, nahe der Gleueler Straße und dem Weiher.

2. Fort X: Mauern und Rosengarten am Neusser Wall

Kölns Festungsgeschichte ist an vielen Stellen im Stadtbild kaum noch sichtbar. Eine erhaltene Anlage ist Fort X am Neusser Wall. Hinter den mächtigen Mauern liegt ein Rosengarten, der Tausende Rosen beherbergt und historische Architektur mit Gartenkultur verbindet.

Der Ort ist besonders in der warmen Jahreszeit interessant. Für einen Besuch im Frühjahr oder Sommer sollte man allerdings die saisonalen Zugangszeiten beachten: Der Rosengarten ist kein verlässlich ganzjährig zugängliches Ziel. Die Anlage befindet sich am Neusser Wall 33, 50670 Köln.

Burg
Die Burg · Rhein Bewegt / Canva

Düsseldorf: japanische Gartenkunst und alte Wasserkraft

3. Japanischer Garten: ruhige Details im Nordpark

Der Japanische Garten im Düsseldorfer Nordpark wurde 1975 von der japanischen Gemeinschaft und japanischen Unternehmen in Düsseldorf gestiftet. Wasserflächen, Steine, geschnittene Gehölze und bewusst angelegte Blickachsen folgen traditionellen Gestaltungsprinzipien.

Hier lohnt es sich, nicht nur den Weg entlangzugehen, sondern einzelne Formen und Perspektiven auf sich wirken zu lassen. Im Herbst und Winter treten die Strukturen der Gartenanlage besonders deutlich hervor, wenn Bäume ihr Laub verlieren. Wer den Besuch ausdehnen möchte, kann anschließend durch den Nordpark spazieren. Auch das Aquazoo Löbbecke Museum liegt in unmittelbarer Nähe. Adresse: Nordpark, Kaiserswerther Straße, 40474 Düsseldorf.

4. Buscher Mühle: ein Zeugnis der Düsseldorfer Wirtschaftsgeschichte

Die Buscher Mühle an der Nördlichen Düssel erinnert daran, dass Wasserkraft lange zum städtischen Wirtschaftsleben gehörte. Die historische Wassermühle hat ihre Ursprünge vermutlich im 14. Jahrhundert. Sie eröffnet einen Blick auf eine weniger bekannte Seite Düsseldorfs – jenseits der Einkaufsstraßen und bekannten Stadtansichten.

Kirche
Die Kirche · Rhein Bewegt / Canva

Die Mühle ist kein jederzeit frei zugängliches Museum. Wer sie von innen besichtigen möchte, sollte sich vorher nach den Möglichkeiten erkundigen. Sie liegt an der Mulvanystraße 15, 40239 Düsseldorf.

Bonn: mittelalterliche und barocke Kirchen entdecken

5. Doppelkirche Schwarzrheindorf: zwei Ebenen aus dem 12. Jahrhundert

Rechts des Rheins steht in Schwarzrheindorf die Doppelkirche St. Maria und St. Clemens. Das Bauwerk wurde im 12. Jahrhundert errichtet und 1151 geweiht. Seine Besonderheit sind zwei übereinanderliegende Kirchenebenen, die räumlich miteinander verbunden sind.

Erhaltene romanische Wand- und Gewölbemalereien machen die Kirche auch für alle interessant, die sich für mittelalterliche Kunst und Architektur begeistern. Die Innenbesichtigung sollte vorher abgestimmt werden. Ein Spaziergang in Richtung Rhein und Siegmündung lässt sich mit dem Besuch verbinden. Adresse: Dixstraße 41, 53225 Bonn.

Garten
Der Garten · Rhein Bewegt / Canva

6. Kreuzbergkirche: barockes Ensemble mit Heiliger Stiege

Auf dem Kreuzberg in Bonn-Endenich liegt ein barockes Ensemble, dessen Geschichte bis in die kurfürstliche Zeit zurückreicht. Besonders bekannt ist die Kreuzbergkirche für ihre Heilige Stiege. Zusammen mit der Lage abseits der Bonner Innenstadt prägt sie den besonderen Charakter des Ortes.

Die Heilige Stiege wird traditionell zu Ostern geöffnet. Wer andere Gebäudeteile besichtigen möchte, sollte vorab prüfen, was zugänglich ist. Der Kreuzberg eignet sich außerdem als Ziel eines Spaziergangs. Die Kirche liegt am Stationsweg in Bonn-Endenich.

Welches Ziel passt zu welchem Ausflug?

  • Für einen Spaziergang im Grünen: der Felsengarten am Fort VI, am besten mit dem Decksteiner Weiher verbunden.
  • Für Gartenkunst: der Japanische Garten in Düsseldorf; der Rosengarten am Fort X ist besonders für die warme Jahreszeit interessant.
  • Für Stadt- und Wirtschaftsgeschichte: die Buscher Mühle – mit vorheriger Nachfrage zur Besichtigung.
  • Für mittelalterliche Architektur: die Doppelkirche Schwarzrheindorf, deren Innenbesichtigung abgestimmt werden sollte.
  • Für barocke Geschichte: die Kreuzbergkirche mit ihrer Heiligen Stiege, die traditionell zu Ostern geöffnet wird.

Vor dem Besuch Zugang und Saison beachten

Die sechs Ziele unterscheiden sich nicht nur in ihrer Geschichte, sondern auch darin, wie verlässlich sie sich spontan besichtigen lassen. Bei Kirchen und historischen Anlagen kann der Zugang eingeschränkt sein. Für die Doppelkirche Schwarzrheindorf und die Buscher Mühle empfiehlt sich eine vorherige Klärung der Besichtigungsmöglichkeiten. Auch bei der Kreuzbergkirche sollte man prüfen, welche Bereiche geöffnet sind. Der Rosengarten am Fort X ist wegen saisonaler Zugangszeiten kein geeignetes Ziel, wenn ein sicherer Besuch außerhalb der Saison geplant ist.

So wird aus einem bekannten Stadtausflug eine Entdeckungstour mit ganz unterschiedlichen Perspektiven: Köln zeigt seine Festungs- und Gartenlandschaft, Düsseldorf seine japanische Gartenkunst und Mühlengeschichte, Bonn seine mittelalterlichen und barocken Kirchen. Wer in Köln startet, kann die Ziele in Düsseldorf und Bonn als Ausflüge in die Nachbarstädte einplanen.

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